Grüne Fabriken und mehr

Grüne Fabrik

Wie man Nachhaltigkeit im Unternehmen gestaltet

Wer einmal geglaubt hatte, das Thema Nachhaltigkeit sei eine kurzlebige Modewelle, die bald wieder im Sande verläuft, sieht sich nachhaltig getäuscht. Das Gegenteil ist der Fall. Einzelne Menschen, Behörden und Unternehmen sind gefordert, sich nach den politisch gewollten und gesetzlich definierten Vorgaben zum Schutz des Klimas zu richten.

Vor diesem Hintergrund haben natürlich die Akteure einen Vorteil, die sich schon länger mit „grünen“ Themen wie Energieeffizienz oder Ressourcenschonung beschäftigen. Bereits vor mehr als zehn Jahren haben wir für einen Möbelhersteller in Nordrhein-Westfalen eine damals tatsächlich so genannte „grüne Fabrik“ geplant, bei der von Beginn an auf Umweltverträglichkeit geachtet wurde. Das betraf bauliche Aspekte wie Dämmung ebenso wie den Einsatz alternativer Energieformen oder die Umsetzung einer Effizienzstrategie.

Produktionsstätten und Lieferketten bieten ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Optimierung. So benötigen Produktionsanlagen sehr viel Energie, die sich über die Rückgewinnung der Abwärme für andere Zwecke nutzen lässt – beispielsweise, um Bürogebäude damit zu heizen. Das gilt für die großen Fabriken der Automobilhersteller genauso wie für die kleineren Lieferanten am Ende der Kette. Die Einsparpotenziale sind über die Lieferketten hinweg riesig. Ein einfaches Beispiel ist der Transport von Teilen in und zwischen den Werken. Hier herrscht noch sehr viel Verschwendung, die es zu bekämpfen gilt. Gleiches lässt sich über die effiziente Nutzung von Druckluft und Hilfsstoffen wie Öl in Produktionsanlagen sagen. Auch kleine Lecks summieren sich hier zu großen Energieverlusten – es ist buchstäblich noch viel Luft nach oben.

Nun besteht ein Unternehmen beileibe nicht nur aus Produktion und Logistik. Servicebereiche und/oder Vertrieb nutzen meist große Fahrzeugflotten, um ihr Geschäft mit den Kunden machen zu können. Auch hier kann man den Klimahebel mit Erfolg ansetzen. Zum Beispiel, indem man die Flotte Schritt für Schritt in Richtung E-Mobilität umstellt. Nichts spricht dagegen, hier schneller zu sein als der Durchschnitt. Im Gegenteil: Unternehmen, die bei der Klimaneutralität mit gutem Beispiel vorangehen, senden damit ein starkes Signal. http://blog.hcie-consulting.de/aktiver-klimaschutz/

Wie gesagt: Der Klimawandel lässt sich nicht ignorieren. Er spielt für die Strategie der Unternehmen mittel- bis langfristig eine entscheidende Rolle. Wer dieser Tatsache Rechnung tragen will, muss sein Strategieprogramm – und damit seine Wertschöpfung – entsprechend ausrichten. Das betrifft nicht zuletzt den Markenkern vieler Produkte. Galten bisher in der Automobilindustrie vor allem Sportlichkeit und Komfort als markenprägende Elemente, werden künftig eher die „grünen Themen“ dominieren. Deshalb gilt: Nachhaltigkeit ist kein marketingtechnisches Feigenblatt, sondern ein wesentlicher Bestandteil zukunftsfähiger Markenstrategie. Allein die Meldung der Stuttgarter Zeitung vom 7. Oktober 2020 spricht Bände: „Daimler setzt voll auf E-Autos“. Wenn diese auch noch in grünen Fabriken gefertigt werden, schließt sich der strategische Kreis.

Oder auch online: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.neue-daimler-strategie-mehr-luxus-mehr-elektro-mehr-gewinn.a6a414ee-dc6b-4d14-bf16-a51bacd27d90.html

Ein Kommentar

  1. Grüne Fabriken – ein guter Ansatz. Hoffen wir mal, dass die Verantwortlichen in der Wirtschaft „den Schuss tatsächlich gehört“haben und Nachhaltigkeit zu ihrer Zukunftsstrategie machen.

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